Erdkunde

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    „Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer,
     die die Welt nie angeschaut haben."

                                                                                        Alexander von Humboldt


Erdkunde am Städtischen Gymnasium

 

Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten Ihre geographische Grundbildung, aufbauend auf dem Sachunterricht der Grundschule, in den Klassen 5, 7 und 9 in jeweils zwei Wochenstunden.

Ab der Sekundarstufe II kann Erdkunde (dann Geographie genannt) als Grundkurs (EF, Q1/Q2) und Leistungskurs (Q1/Q2) gewählt werden.

 

Warum Erdkunde?

Unsere Zeit ist geprägt von der sogenannten Globalisierung. Für Waren- und Finanzströme sowie Produktionsstandorte scheint es keine Grenzen zu geben. Wir sind Bürger einer vernetzten Welt und durch unser Einkaufs- und Verbraucherverhalten sind wir Teilhaber und Mitgestalter an der Globalisierung. Gleichzeitig scheint im Zeitalter der Navigationsgeräte vielen aber das Gefühl für räumliche Zusammenhänge verloren zu gehen. In dieser Situation fordert der Kernlehrplan für das Fach Erdkunde völlig zu Recht als übergeordnetes Ziel die „raumbezogene Handlungskompetenz“ im 21. Jahrhundert von unseren Schülerinnen und Schülern (vgl. Kernlehrplan Geographie). Welches Fach, wenn nicht Erdkunde durch ihren allgemein bildenden Charakter, könnte das besser leisten?

 

Was ist Erdkunde?

Das Fach Erdkunde versucht der Frage „Wie gestaltet sich der Raum, in dem wir leben – lokal, regional und global?“ im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und umwelt- und gesellschaftspolitischen Aspekten nachzugehen. Dabei werden auch grundlegende Methoden des Faches vermittelt und eingeübt. So leistet Erdkunde einen Beitrag zur Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern.

Wir möchten an dieser Stelle darauf verzichten, alle Themen und Methoden der Sekundarstufe I und II aufzulisten - diese gibt es auf zahlreichen Internetseiten zu lesen. Rechtlich verbindlich kann man sich hier über die aktuellen Kernlehrpläne informieren:

Sekundarstufe I:

http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/upload/lehrplaene_download/gymnasium_g8/gym8_erdkunde.pdf

Sekundarstufe II:

http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/upload/klp_SII/GOSt_Geographie_2013-03-17_Verbaendebeteiligung.pdf

 

Inhalte und Methoden

Exemplarisch geben wir einen kleinen Einblick in die Inhalte und Methoden des Unterrichts am Städtischen Gymnasium:

Jahrgangsstufe

Inhalte

Methoden

5

  • Sich orientieren
  • Wo viele Menschen leben und arbeiten
  • Landwirte versorgen uns
  • mit dem Atlas arbeiten
  • (Klima-) Diagramme kennenlernen
  • einfache Diagramme zeichnen
 

7

  • Beleuchtungszonen der Erde
  • Landschaftszonen der Erde
  • unruhige Erde (Vulkanismus)
  • Klimadiagramme auswerten
  • Wirkungsschema erstellen
 

9

  • Eine Welt - ungleiche Welt?
  • Immer mehr Menschen
  • Auf der Suche nach der Zukunft
  • Globalisierung
  • Herausforderung Klimawandel
  • Statistiken auswerten
  • vernetzt denken lernen
  • mit Google Earth arbeiten

 

EF

  • Atmosphärische Prozesse
  • System Erde - Mensch
  • Wasser – Grundlage unseres Lebens und Wirtschaftens
  • Rohstoffe und Ihre Nutzung

 

  • komplexe Diagramme interpretieren
  • mit Modellen arbeiten
  • Karten interpretieren

 

Q1/Q2

  • Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung
  • Industrie und Dienstleistungen
  • Tourismus
  • Globalisierung
  • Bevölkerungsexplosion, schrumpfende Gesellschaften und Wanderungsbewegungen
  • Städte (der Zukunft)
  • Europa

 

  • Vertiefung und Wiederholung der Methoden
  • Präsentationen und längere Referate anfertigen

Die Inhalte stellen also in vielen Bereichen (tages-) aktuelle und höchstrelevante Themen aus Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft dar. Diese (im Laufe der Q1/Q2 immer selbstständiger) unter Einsatz unterschiedlichster Materialien und Quellen zu beschreiben, vernetzt zu erläutern, kritisch zu bewerten und schließlich begründet eine persönliche Stellung zu beziehen ist eine zentrale (übergeordnete) Kompetenz.

Die Erfahrungen aus dem Zentralabitur zeigen, dass man die Noten dabei natürlich nicht geschenkt bekommt. Als kleinen Ausgleich versuchen wir als Fachschaft, kleinere und größere Exkursionen (z. B. im Grund- bzw. Leistungskurs der Q1/Q2) anzubieten und aktuelle Geschehen, soweit möglich, in den Unterricht einzubeziehen.

 

 




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