Juniorwahl zur Bundestagswahl 2017



vom 24.09.2017 00:00

Schon mittags haben 500 Schüler ihr Kreuzchen gemacht

Juniorwahl lief auch am Städtischen Gymnasium / Ergebnisse dürfen erst am Montag veröffentlicht werden

 

Freuten sich über die gestiegene Wahlbeteiligung: Max Licht, Zaimab Madmar, Vladyslav Baranynk, Paolo Cipolla, Celina Kodet, Selin Atasoy und Ceyda Özer.

 

Wohin die für die Demokratie so wichtigen Kreuze setzen? Diese Fragetrieb am Mittwoch die Schüler des Städtischen Gymnasiums um. Denn es war Juniorwahl.

„Wir haben seit Wochen die Juniorwahl an unserer Schule fächerübergreifend vorbereitet“, erklärte Paolo Cipolla, der als Lehrer für die Umsetzung der zweiten Juniorwahl zuständig war. Bereits

zur Landtagswahl waren die Schüler aufgerufen, ihr Kreuzchen zu machen.

Die Juniorwahl ist eine Möglichkeit, sich mit dem Wahlrecht auseinanderzusetzen. „Wir erklären auch den technischen Ablauf des Wahlvorgangs“, zeigte Vladyslav Baranyuk, Schüler und de facto Leiter des Wahlkomitees. Er und das Team waren stolz auf die hier stark gestiegene Wahlbeteiligungen. „Hatten wir zur Landtagswahlrund 450  Wähler, liegen wir jetzt gegen Mittag bereits deutlich über 500“,freute sich auch Paolo Cipolla.

Unterstützt wird die bundesweite Juniorwahl vom überparteilichen Verein „Kumulus“. Sie ist ein Konzept zur Förderung der politischen Bildung an weiterführenden Schulen. So erlebenund erlernen die Schüler Demokratie praktisch. Die realitätsnahe Wahlsimulation wird durch fächerüber- greifendes, didaktisches Unterrichtsmaterialunterstützt.

Die Juniorwahl basiert auf zwei Säulen: „So wird diese Wahl intensiv im Unterricht vorbereitet, die zweite Säule ist der Wahlakt selber“ erklärte Cipolla. Die Schüler organisieren alles in Eigenregie. Sie bilden den Wahlvorstand, führen das Wählerverzeichnis, erhalten Wahlbenachrichtigungen und Wahlkabinen. Diese dazu nötige „Hardware“ stellt „Kumulus“ zur Verfügung, ebenso wie die originalgetreuen Wahlzettel.

Die Stimmen werden vom Schülerwahlkomitee geheim ausgezählt. „Wir dürfen die erst nach der Wahl am Montagveröffentlichen und siewerden dann auf die Homepage der Schule gestellt“, so   Cipolla. Aber interessiert die Parteien, was die Schüler gewählt haben? „Unsere Schüler sind nicht mehr und nicht weniger als die Wähler von morgen oder übermorgen, das wird die Parteien sehr wohl interessieren.

 

Peter Schniederjürgen, Ahlener Zeitung


Kategorie: Politik



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